Unsere Chronik

Über die Jahrhunderte gehörte dieser Bauerhof zur Herrschaft der Grafen und Fürsten zu Putbus. Am 26. Januar 1719 gibt die Witwe des Baumanns Christian Hundt in Neuensien auf befragen zu Protokoll: „…das dieses Bauerwesen von ihrem Vater Thomas Wilke herrührte, welches sie mit ihrem Manne seit der ersten Dänenzeit (1678), da es ganz wüste gestanden, ohne Erbschichtung angenommen habe…“

Das Haus ist sehr baufällig an grobem Holz, wie auch an Dach und Latten und steht zu Fall. Die Scheuer befindet sich in mittelmäßigem Stand.

 

Das der Bauer nicht dient, sondern dafür 8 Taler entrichtet, zeugt von einem häuslichen Wohlstand. Zum Inventar gehören: ein Schapp (Schrank), zwei Kessel mit Kesselhaken, ein Tisch, eine Bank und zwei Betten. Des Weiteren ein Spinnrad, Garnwinde wie auch zwei (Web) Stühle. In der Küche finden sich acht irdene Schüsseln, sechs hölzerne Teller und vier Löffel. An Landwirtschaftlichem Gerät sind ein Pflug mit zwei Pflugeisen, drei Sensen, ein Spaten und mehrer Forken vorhanden, ebenso zwei Wagen und zwei Schlitten.

 

Das Handwerkzeug besteht aus ein Paar Hämmern mit Amboss, einem Beil, einer Säge, zwei Bohrern und einem Zugmesser.

Als Viehbestand sind drei Pferde, drei Kühe, vier Schweine, vier Gänse, zehn Hühner und drei Schafe mit zwei Lämmern aufgelistet. Zur Fischerei dienen drei Netze und ein Aalstecher, sowie ein Anteil an dem Boot und dem 4-Mann Garn.

1785 ist der Hof durch Landnahme der Herrschaft im Wert gemindert und zu einem Kossatenhof umgewandelt worden. Bei der Aufhebung der Leibeigenschaft 1810 wird das alte Bauwesen zu einem Pachthof eingerichtet. 1821 ist das Wohnhaus bei der Begutachtung „keinen Schornstein mehr wert“.

 

Im Jahr 1927 übernimmt der Bauer Ewald Glawe den Besitz, der bis heute in der Familie geblieben ist.
Nach 1989 beim Umbau der Hofanlage in eine Pension gilt das besondere Augenmerk der Erhaltung des historischen Gebäudekomplexes.